Was ist neu

philosophisches

Genre: philosophisches

  1. Dämonen der Vergangenheit

    »Vergib mir, Vater, denn ich habe gesündigt.« Benjamin bekreuzigte sich und schloss für einen Moment die Augen. Er konnte nicht sagen, wie oft er bereits in diesem beengenden Holzkasten gesessen hatte. Bis zuletzt fühlte er sich wie befreit, wenn er dem Priester hinter der dünnen Wand seine...
  2. Abschied

    Es regnete. Seit Stunden schon warfen sich mutige Heerscharen ewig-gleicher, grundverschiedener Wassertropfen aus höchster Höhe auf alles, was sich zwischen Ihnen und ihrem Weg nach Unten befand. Kaum angekommen vereinigten sie sich mit ihren Vorgängern und Nachzüglern, dem Asphalt, der Erde...
  3. Seht, welch Liebe hat uns der Vater erwiesen.

    Der Vater zog kraftvoll an der Schnur, die von der Decke hing. Eine Luke zu einem neuen, dunklen Raum öffnete sich. Er steig hinauf, betätigte den Lichtschalter und schloss die Dachluke hinter sich. Eine einzige Glühbirne in der Mitte des Raumes. Halterung und die Fassung waren nicht zu sehen...
  4. Die andere Seite

    Noch drei Stationen, dann konnte ich aussteigen. Ich war müde und wollte noch einen Kaffee in meinem Stammcafe trinken, so einen Nachmittags-Abschluss-Kaffee in gemütlicher, vertrauter Umgebung. So machte ich es häufig. Die U-Bahn war nicht sehr voll und sauste durch ihren dunklen Schlund...
  5. Die Himmelstore schweben nicht.

    Die Himmelstore schweben nicht. Sie thronen nicht auf großen weißen Wolken. Mitten zwischen gigantischen Bergen und steilen Klippen stehen die kilometerhohen Tore am Ende des Weges, dem die jungen Seelen folgen müssen. Jeden Tag, jede Minute und jede Sekunde sieht man die Gestalten und ihre...
  6. Kyra

    „Ich bin ein Gott! Ich gebe Leben und ich nehme Leben, so wie ich es will!“ Tim lehnte sich in seinem Schreibtischstuhl zurück und blickte nun Johanna an. Klein, mollig und mit einem Pickel an ihrem Kinn, seine Assistentin sah heute so langweilig aus wie immer. Aber eine treue Seele und einer...
  7. Ein hoffnungsloser Fall

    Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob meine Nachbarn schon einmal etwas von Privatsphäre gehört haben. Es klingelt nun schon zum dritten Mal an meiner Wohnungstür und ich freunde mich mit dem Gedanken an, dass ich früher oder später die Tür aufmachen muss. Mein unangekündigter Besucher scheint...
  8. Was ist es dir wert?

    "Nein!", ich rannte aus dem Zimmer, ohne Rücksicht auf meine Umgebung und stieß dabei eine Vase um. Mein Schädel brummte, meine Augen brannten und ich hörte nur ein lautes Piepen, doch ich rannte weiter bis ich irgendwann die Augen öffnen konnte. Die Flure waren geschmückt mit mosaikartigen...
  9. Aus dem Herzen eines Messies

    Besuch hatte ich schon seit Jahren keinen mehr. Nicht dass ich mich schämen würde, nein, ich habe vielmehr eine unheimliche Leidenschaft für das Sammeln von Kostbarkeiten entwickelt, da ist nun mal kein Platz für Besuch. Man muss Prioritäten setzen. Ich öffne die Tür zu meinem ehemaligen...
  10. Der nächste Schritt

    Als ich die Einladung bekomme, will ich eigentlich nicht. Menschenmassen sind nicht so mein Ding, Feiern schon gar nicht. Ich überleg, ob ich wieder absagen soll, finde aber keinen vernünftigen Grund, »Nein« zu sagen. Also geh ich und wage den Schritt von meiner Wohnung in die Kälte. Ich zünd...
  11. Eine wahrscheinlich ungekannte Ehrlichkeit

    „Wenn ich mir jetzt das Leben nehmen würde, würde ich dann als von Dämonen Besessener sterben, oder als autarker Dämon? Wäre meine gesamte Existenz reduziert auf das eine Schlechte, was ich getan habe? Spiegelt meine Gräueltat mein wahres Ich wieder? Wäre dem so, dann wären all meine guten Taten...
  12. Morpheus Erwachen

    Morpheus Erwachen Neun Uhr dreiundzwanzig. Der Wecker klingelte exakt um diese Uhrzeit. Nicht 60.000 Millisekunden vorher. Keine sechzig Sekunden später. Ich lag noch im Bett. Es war dunkel. Ich habe nichts sehen können. Einzig das Geräusch meines Digitalweckers, welcher einen Sirenenklang...
  13. Denen wir folgen

    Die Menschenschlange zog sich über den weißen Marktplatz. Der Winter hatte die Stadt erwischt und eine dicke Schneeschicht auf ihren Dächern hinterlassen. „Wenigstens haben die auf die Sonne verzichtet. Unser letztes Licht. Es ist so kalt!“, sagte Paul. Ein dichter Nebel entstand vor seinem...
  14. Das letzte Blatt

    Eine Wiese im Sommer. Die Natur strotzte vor Lebendigkeit. Die Sonne warf einen goldenen Glanz auf die schier endlosen und endlos vollkommenen Wiesen. Seine Gefühlswelt spiegelte sich in der Freiheit der Vögel und in dem Lächeln von ihr wieder. "Ich denke, da ist ein schöner Platz", meinte er...
  15. Thomas und Susanne

    Sie kam die Treppe herunter, blieb stehen und schaute auf die Häuserzeile, hinter der eben die Sonne untergegangen war. Ihre Hand hielt sie schützend vor die Augen, obwohl sie schon im Schatten stand. Ich kam die Straße entlang und sie fiel mir auf, wie sie dastand und schaute, und ich blickte...
  16. Spiegelfarben

    *Namjoon Pov* "Weißt du noch, wer du warst bevor dir alle gesagt haben wie du zu sein hast?" Gedankenverloren spiele ich mit einer von Yoongis weichen, blauen Haarsträhnen und genieße die Wärme seiner Wange auf meiner Brust und das Gefühl seiner Arme, wie sie sich sanft um mich geschlungen...
  17. Die Zeitmaschine

    1. Akt 1. Szene "In einer wahnsinnigen Welt sind nur noch die Wahnsinnigen normal." So lautet der Titel der heutigen Ausgabe des "Christiania Adresseblad". Wir befinden uns in Oslo, das Jahr 1895, der genaue Ort eine dunkle Taverne inmitten der Innenstadt. Dunkel nicht deshalb, weil die...
  18. Lass uns nicht allein in der Wirklichkeit

    Vor dem Fenster tanzen bunte Blätter unbekümmert im Wind. Die warmen Strahlen der Herbstsonne fallen durch das Fensterglas und tauchen den Raum in ein sanftes Gold. Das Mädchen sitzt im Schneidersitz auf dem Teppich, vor ihr eine Leinwand und neben ihr eine Palette mit einer Vielfalt...
  19. Von Drachen und Prinzen

    Wenn ich meine Augen schließe ist es fast wie früher. Ich rieche den Duft der Kastanien und höre die Vögel zwitschern. Der Sand unter meinen Füßen fein und weich. Die Sonne brennt vom Himmel. Ich öffne die Augen wieder und sehe ein bekanntes Bild. Es ist ein bisschen wie Zeitreisen. Da ist die...
  20. Mein wunderbarer Sommersee

    Wenn ich die Augen schloss, dann konnte ich ihn sehen, als wäre ich gerade noch dort gewesen. Das klare Wasser, wie die Wellen sich im Schein der Sonne kräuselten, das Schilf, die bunten Steinchen am Ufer, die die Füße so wundervoll massierten. Wenn ich die Augen öffnete, dann sah ich Josef...
  21. Der Sinn des Lebens

    Insane Storys - Buch 4 Kapitel 5 Der Sinn des Lebens Der Sinn des Lebens Wir kamen auf die Welt und gingen schon nach einer relativ kurzen Zeit. Es gab vieles, was man als Außenstehender nur dann begreifen konnte, wenn man selbst ein Mensch war. Es gab viele Paradoxien im Leben der Menschen...

Neue Texte

Neue Kommentare

Zurück
Anfang Bottom