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philosophisches

Genre: philosophisches

  1. Flucht und Unendlichkeit.

    Es läutete, aber niemand ging ran. Es läutete so lange, bis sich die Mailbox meldete, dann legte er auf. Alim wählte Faris Nummer erneut und es läutete wieder nur bis zur Mailbox. Er versuchte ihn via WhatsApp zu erreichen, aber diese Kontaktaufnahme schlug auch fehl. Alim machte sich Sorgen. So...
  2. Schleifen

    Wir waren mitten am Tag eingeschlafen. Wahrscheinlich, weil wir nachts nicht zum Ausruhen gekommen waren. Ich will die Augen noch nicht öffnen und atme tief in seinen Hals. Seine Haut richt so gut, dass ich glaube ich werde high. Schwer und erschöpft liege ich auf seiner Schulter, meine Hand auf...
  3. Die Ameise

    Es war einmal eine Ameise. Sie wanderte, jeden Tag, weiter und immer weiter. So weit, dass sie irgendwann weder Ausgangspunkt noch Ziel ihrer Reise benennen konnte. Sie fühlte sich einsam und verloren. Eines Tages begegnete ihr eine andere Ameise. "Wohin des Weges?", wollte sie von unserer...
  4. Das Lachen des Glücks

    Ich träumte letzte Nacht, ich würde durch Nepal gehen. In meinem Traum war es fast dunkel, man sah noch, wie die Sonne hinter den weit entfernten Häusern verschwand und ich ging mit diesem wunderbaren Anblick durch eine menschenleere, ruhige Landschaft. Ich war noch nie zuvor in Nepal gewesen...
  5. Eines Autors größte Qual

    38 Tage. Seit Jahren war keine solch lange Zeit vergangen, ohne dass er geschrieben hatte. Ob Natur, Mensch oder der Verstand selbst, die ganze Welt war ihm ein Füllhorn an Inspiration gewesen. Wie in einem Gemälde wusste er ihre Schönheit mit Worten auf das Papier zu malen, ihren kleinsten...
  6. Seine Depression

    „Sei vorsichtig“ meine Stimme war sanft, genauso sanft wie meine Finger, die über seine Schlüsselbeine glitten. Auf leichten Füßen tänzelte ich um ihn herum, darauf bedacht, kein störendes Geräusch von mir zu geben. Das leise Stimmengewirr klang hinter der schweren, dumpfen Holztür fast wie ein...
  7. Schwarzweiße Kunst

    Fetzige Musik dröhnte durch die großen Lautsprecher. Tiefe Bässe wummerten wie Dampfhämmer. Junge Männer und Frauen zuckten rhythmisch zu den wilden Klängen. Auf der Tanzfläche drängelten sich die schwitzenden Leiber. Kein Wunder, das war der angesagteste Nachtklub der Stadt. Martin hatte...
  8. Türen

    Bus Manchmal ist es nicht das große Glück, das uns dauerhaft Zufriedenheit verleiht. Dies lässt sich von dem Standpunkt aus vertreten, dass man davon ausgeht, es gäbe das große Glück. Das Problem dabei ist, dass wohl niemand von sich behaupten würde, er habe es gefunden. Man kann das Glück ja...
  9. Der Weg

    Ich bin auf den Weg zurück. Ein Weg, den ich schon tausende Male gegangen bin und doch ist er mir fremd. Es ist ein schöner Weg, der in hellen Farben leuchtet. Aber trotzdem stelle ich mir jedes mal die selben Fragen, wenn ich diesen Weg entlang gehe. Ist er existent? Ist er real? Existiere ich...
  10. Monotonie

    Monotonie 1. Er starrte erneut aus dem Fenster. Draußen war es grau, fast so als würde es regnen. Aber es regnete nicht. Regen wäre ein willkommenes kleines Ärgernis gewesen, da er einen zum Daheimbleiben und zur Faulheit und Gemütlichkeit zwang. Aber es war nur grau, es regnete nicht. Er...
  11. Wolkenmeer

    Der Himmel war voller Wolken. Das Rauschen des Meeres hatte schon immer eine beruhigende Wirkung auf mich. Es hat etwas regelmaessiges, was den Stroemungen in meinem Kopf eine Richtung weist, in welche sie zusammen fliessen koennen. Ich schlug meinen Weg nach links auf einen kleinen...
  12. Horizont

    Ich denke gerne an die Zeit zurück. An die Zeit, in der ich noch mit dir zusammen war. An die Zeit, in der wir uns sehen konnten, ohne unsere Augen zu verschließen. Dieser kurze, von Liebe erfüllte Lebensabschnitt. Wie die Schirmchen eines Löwenzahns hielten wir zusammen, schwankten im sanften...
  13. Das Schlüsselloch

    Er ist gegangen. Schon wieder lässt er mich alleine. In diesem Zimmer. Ich habe keinen Schlüssel. Nur er kann sie öffnen. Die Tür. Warum tut er das immer wieder? Hier habe ich doch nichts. Kein Essen. Kein Trinken. Kein Bett. Ich bin alleine. Es ist dunkel. Ich kann nichts sehen. Die...
  14. Das Leben, du große Liebe

    Das Leben, du große Liebe Nichts deutete an diesem Sommermorgen darauf hin, dass es ein besonderer Tag werden sollte. Die meisten Bewohner der Stadt schliefen wohl noch. Einige Fenster der Häuser im Kolonialstil waren geöffnet, in der Hoffnung ein wenig morgendliche Kühle in die Wohnungen zu...
  15. Walters Begegnung

    Die Landschaft flog vorbei. ›Ganz passabel, der ICE‹, zollte Walter der Technik seine Anerkennung. Nur ab und zu gönnte er sich einen Blick aus dem Fenster. Die Präsentation musste fertig sein, bis er in Darmstadt ankam. ›Nie ist Zeit, etwas ordentlich zu machen‹, fluchte er innerlich. Ein...
  16. Traum der Realität

    Ich rieb mir meine Augen, dachte kurzzeitig dies sei alles nur ein Traum, doch was sich mir in der Realität widerspiegelte war ein grauenhafter Anblick. Stell dir vor du wachst auf und plötzlich bist du ein Soldat aus der NS-Zeit. Du wirst gezwungen am heutigen Tage andere Menschen, die laut dem...
  17. Heldennebel

    Nach den Weihnachtstagen des Jahres 1826 fegt Eiswind über die Landschaft, die Wege verschwinden, Wälder verwandeln sich in zuckerüberzogene Märchenskulpturen, Felder, Hügel verschmelzen zu einer Schneelandschaft, die wie ein Sternenmeer gleißt. Wilhelm von Humboldt gleitet mit dem Postschlitten...
  18. Die langen Zeiten

    Stell dir vor Die Sonne würde nie unter gehen. Es wäre immer nur Tag. 24 Stunden. 7 Tage die Woche. 365 tage im Jahr. Jahr für Jahr Würden wir das Licht genießen und uns in seinem Glanze sonnen? Würden wir uns nur beschweren, dass es zu hell ist? Würden wir mehr von unserer Zeit draußen...
  19. Rosa

    „Attention Monsieur, eine Schlange!“ Da ich Schlangen hasse, fuhren mir die Worte gehörig in die Glieder. Hier, wo täglich hunderte, wenn nicht tausende Touristen diesen felsigen Küstenabschnitt auf den ausgetretenen Kies- und Sandwegen mit ihren staunenden Augen entlang wanderten, hatte ich...
  20. Traum der Zeit

    Nervös wippte sie auf ihren Ballen von einem Fuß zum anderen, während sie im strömenden Regen vor seiner Haustür stand und wartete, dass er das Klingeln bemerken würde. Ein Schirm wäre vermutlich von Vorteil gewesen, doch das Wetter hatte aufgrund des strahlenden Sonnenscheins keine Stunde zuvor...
  21. Der Gast und der Adept

    Bereits seit vier Generationen führte meine Familie ein Gasthaus des Namens ,,Zum weißen Raben“. Auch wenn es ein gutes Stück abseits der Stadt lag war es ein oft und gerne besuchtes Lokal, in dem man bereits vielerlei Gäste gewohnt war. Oft hatten wir gewöhnliche Reisende zu Besuch, die auf der...

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