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sonstige

Genre: sonstige

  1. Meine "Fünfzehn"

    Meine „Fünfzehn“ Ich hatte schon lange nicht mehr geschrieben. Und es hatte vor mir schon seit langem kein weißes leeres Blatt Papier mehr gelegen. Jetzt starrte ich es an. Wie sollte ich mit meiner Geschichte anfangen? „Schreibt den Schluss der Geschichte zu Hause. Ich werde die Hausaufgaben...
  2. Nachmittags

    Es ist ein sonniger Spätsommernachmittag. Vernichtung durchschneidet mit einem leisen Wusch die Luft. Unaufhaltsam zieht sie ihre Bahn, den Tod als Anhalter mit dabei. Am Ende ihrer Reise wird er sie verlassen und sich der Opfer annehmen. »Gibt es hier denn gar keine Nahrung mehr? Jeden Tag...
  3. Unter dem Birnbaum

    Sie hatte die Augen fest geschlossen und sog beim Einatmen die würzige Sommerluft mit ihrem Geruch nach Gras, Blumen und Kräutern tief in ihre Lungen ein. Das Summen von Bienen und Hummeln drang in ihr Ohr wie auch das Zirpen der Heuschrecken, während der Wind über ihre Haut strich, ihre Haare...
  4. Don Luis hat mal ein Haus gebumst

    Sie erreichten Salamanca am frühen Nachmittag. Unterwegs hatten sie zu Mittag gegessen, üppig und schmackhaft wie es im Norden üblich war. Don Luis war jetzt schweigsam geworden. Sein Sohn Carlos auf das Autofahren und auf die Orientierung in einer ungewohnten Umgebung konzentriert. Die Adresse...
  5. Da fehlt doch was

    Franz kam mit knallrotem Kopf aus dem Büro des Steuerberaters. Das gibts doch nicht, dass die mir schon wieder sogut wie die Hälfte abzwacken wollen. Ja, bin ich denn ein Groβunternehmer? Spinnen die? Da bleibt einem ja gar nichts mehr. Dazu noch Sozialversicherung, Lohnsteuer...
  6. Vollkommen

    Die Wüste...sie ist vollkommen. Sie ist leer. Nur der Sand unter meinen Füßen lässt mich begreifen, dass ich immer noch hier, an diesem Ort bin und nicht im Paradies. Die Sandkörner, die von einem animalisch blasenden Wind durch die Luft getrieben werden zerkratzen meine Haut, zerschneiden sie...
  7. Von der unendlichen Weite zwischen den Zeilen

    „Äpfel! Welch kernige Kraft allein aus diesem Wort erblüht, goldgelb und vitalrot aus grünen Baumkronen herableuchtend, sinnbildliche, urstrotzende Lebendigkeit, die unserem Übermut Flügel verleiht und unseren Flügeln Übermut, und doch ist stets ein Hauch süßsauren Sündenfalls zu erahnen...
  8. Wie die Zeit vergeht …

    “Jetzt sind es schon fünf Monate. Wie die Zeit vergeht! Ich fühle, wie du wächst, wie du meinen Körper veränderst. Manchmal sehe ich dich vor mir: deine Händchen, die Arme, wie du strampelst, dein zartes Gesicht ... Du hast die ehrlichen, schwarzen Augen deines Vaters. Die Pendlerin sagt, du...
  9. Bis zur nächsten Laterne

    Dave tanzte. Er tanzte mitten auf der Straße. Seine Hände tanzten im Himmel, aus dem Himmel ergossen sich kleine Tropfen warmen Regens. Sie fielen auf sein Gesicht, umspülten und mischten seine Tränen. Er lachte einmal laut und tanzte weiter. Seine sich drehenden Schritte brachten ihn...
  10. Der Hochstapler

    Ich bin ein Hochstapler. Ich täusche vor, dass es mir gutgeht. Es gibt diesen Drang in mir, diese Sucht nach Bewunderung. Hin und wieder treibe ich es zu weit, doch nie kommt mir jemand auf die Schliche. Die Leute lassen sich gerne blenden! Wenn ich knapp mit einer meiner Aktionen davonkomme...
  11. Das Fresspaket

    “Wo warst du denn so lange? Ich hab´ Dich schon am Dienstag erwartet. Komm rein, mein Sohn, setz Dich!” Ehe er auf dem Bänkchen hinter den Tisch gerückt war, hatte Doña Maria ihm schon einen Teller mit Chili vorgesetzt. “Hab´ ich heute gemacht. Greif zu, mein Sohn!” Santi ließ sich nicht...
  12. Rosengrieß

    Das Schweigen, mit dem du in die Küche gekommen warst, hatte den Höhepunkt seiner Ungemütlichkeit gerade überschritten und begann zu meiner Erleichterung, es sich bequem zu machen. Ich entspannte mich deswegen ein wenig, während ich einen großen Esslöffel Vanillinzucker über meinen viel zu...
  13. Der silberne Spiegel

    Eine Kurz-Geschichte aus 2 Teilen. Der silberne Spiegel Er starrte an die Decke als er durch ein Klopfen an der Tür aus seinen Träumereien gerissen wurde. Plötzlich stand seine beste Freundin im Zimmer. Sie sah ihn mit dem Blick an, der ihn immer ganz nervös machte. Er wusste, warum sie es...
  14. A

    Das Fliegen der Engel

    Na toll. Mein Leben ist ein einziges Chaos: Meine Eltern wollen sich trennen, ich muss umziehen und habe keine Ahnung wohin. Was soll ich nun machen? Meine Eltern haben sich jeden Abend nur gestritten und das hörte man dann durch das ganze Haus bis hinein in mein Zimmer. Jeden Abend saß ich dann...
  15. Gebt Acht!

    So langsam war ich mir sicher: Ich wollte verhaftet werden! Ich wollte keinen Stress, keine Vorstrafen, keine Prellungen, und auch niemandem wehtun. Aber einmal in Handschellen abgeführt werden! Ja, das wäre etwas! Wie im Film, wie in phantasievollen Kinderspielen. Wie Mike Tyson, Batman, James...
  16. Erwacht

    Es ist 7:35 Uhr. Er kann nicht mehr schlafen, als er sich umschaut, bemerkt er, dass er sich nicht in seinem Schlafzimmer befindet. Verwirrt schaut er neben sich, ein junges Mädchen liegt zu seiner Linken. Für einen kurzen Moment weiß er nicht, wer sie ist und warum sie hier liegt und was macht...
  17. Ein gelungener Abend

    Er atmete tief beim Einsteigen in das Auto. Sie hatte schon wieder diese beige Bluse angezogen, die er gar nicht leiden konnte. Als sie sein Schnauben hörte dachte sie an seine Zigarren, und wie er danach stank. Zuhause mochte sie häufig den süßlichen Geruch, doch immer konnte sie ihn auch...
  18. Schwarzes Schaf

    "Fi fa foo, fun for me, fun for me", singt Marlene mit breitem Lächeln und ihrer fünfjährigen Tochter auf dem Arm durch die Küche tanzend. Die Musik aus dem Laptop lässt Marlene gnädig das Läuten des Telefons im Wohnzimmer überhören. Unerbittlicher hingegen ihr Mann, der kurze Zeit später den...
  19. Das Imperium

    Das Imperium Die Sonne, der Quell des Lichts und des Lebens. Sie beschien an diesem Morgen das Land unter sich. Die Luft war erfüllt vom Duft tausender Blumen, die im Licht des Vollmonds erblüht waren. Nun, da die Sonne ihre Strahlen über die weiten Ebenen schickte und sich an den eisigen...
  20. Gustavs Geliebte

    Ab und an, oft in der Nacht, kam die Melancholie wie eine Geliebte zu ihm. Öffnete die Tür, zog sich die Pantoffeln aus und stieg zu Gustav ins Bett. Strich ihm so über die Stirn, dass er an seine Mutter denken musste und wie die ihn zu Bett gebracht hatte. Eine Matrone mit weichen Milchaugen...
  21. Der Held

    „Hey Tom, kannst du mir etwas Geld leihen?“ Thomas schaute gerade in seinen fast leeren Geldbeutel, als Jans Stimme seine Ohren erreichte. Er sah auf, sah nochmals in seinen Geldbeutel, dann wieder zu Jan. „Ja klar, kein Thema. Wie viel brauchst du denn?“ - „Eins fünfzig.“ - „Hier.“ – „Danke...

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