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sonstige

Genre: sonstige

  1. Der Hochstapler

    Ich bin ein Hochstapler. Ich täusche vor, dass es mir gutgeht. Es gibt diesen Drang in mir, diese Sucht nach Bewunderung. Hin und wieder treibe ich es zu weit, doch nie kommt mir jemand auf die Schliche. Die Leute lassen sich gerne blenden! Wenn ich knapp mit einer meiner Aktionen davonkomme...
  2. Das Fresspaket

    “Wo warst du denn so lange? Ich hab´ Dich schon am Dienstag erwartet. Komm rein, mein Sohn, setz Dich!” Ehe er auf dem Bänkchen hinter den Tisch gerückt war, hatte Doña Maria ihm schon einen Teller mit Chili vorgesetzt. “Hab´ ich heute gemacht. Greif zu, mein Sohn!” Santi ließ sich nicht...
  3. Rosengrieß

    Das Schweigen, mit dem du in die Küche gekommen warst, hatte den Höhepunkt seiner Ungemütlichkeit gerade überschritten und begann zu meiner Erleichterung, es sich bequem zu machen. Ich entspannte mich deswegen ein wenig, während ich einen großen Esslöffel Vanillinzucker über meinen viel zu...
  4. Der silberne Spiegel

    Eine Kurz-Geschichte aus 2 Teilen. Der silberne Spiegel Er starrte an die Decke als er durch ein Klopfen an der Tür aus seinen Träumereien gerissen wurde. Plötzlich stand seine beste Freundin im Zimmer. Sie sah ihn mit dem Blick an, der ihn immer ganz nervös machte. Er wusste, warum sie es...
  5. A

    Das Fliegen der Engel

    Na toll. Mein Leben ist ein einziges Chaos: Meine Eltern wollen sich trennen, ich muss umziehen und habe keine Ahnung wohin. Was soll ich nun machen? Meine Eltern haben sich jeden Abend nur gestritten und das hörte man dann durch das ganze Haus bis hinein in mein Zimmer. Jeden Abend saß ich dann...
  6. Gebt Acht!

    So langsam war ich mir sicher: Ich wollte verhaftet werden! Ich wollte keinen Stress, keine Vorstrafen, keine Prellungen, und auch niemandem wehtun. Aber einmal in Handschellen abgeführt werden! Ja, das wäre etwas! Wie im Film, wie in phantasievollen Kinderspielen. Wie Mike Tyson, Batman, James...
  7. Erwacht

    Es ist 7:35 Uhr. Er kann nicht mehr schlafen, als er sich umschaut, bemerkt er, dass er sich nicht in seinem Schlafzimmer befindet. Verwirrt schaut er neben sich, ein junges Mädchen liegt zu seiner Linken. Für einen kurzen Moment weiß er nicht, wer sie ist und warum sie hier liegt und was macht...
  8. Ein gelungener Abend

    Er atmete tief beim Einsteigen in das Auto. Sie hatte schon wieder diese beige Bluse angezogen, die er gar nicht leiden konnte. Als sie sein Schnauben hörte dachte sie an seine Zigarren, und wie er danach stank. Zuhause mochte sie häufig den süßlichen Geruch, doch immer konnte sie ihn auch...
  9. Schwarzes Schaf

    "Fi fa foo, fun for me, fun for me", singt Marlene mit breitem Lächeln und ihrer fünfjährigen Tochter auf dem Arm durch die Küche tanzend. Die Musik aus dem Laptop lässt Marlene gnädig das Läuten des Telefons im Wohnzimmer überhören. Unerbittlicher hingegen ihr Mann, der kurze Zeit später den...
  10. Das Imperium

    Das Imperium Die Sonne, der Quell des Lichts und des Lebens. Sie beschien an diesem Morgen das Land unter sich. Die Luft war erfüllt vom Duft tausender Blumen, die im Licht des Vollmonds erblüht waren. Nun, da die Sonne ihre Strahlen über die weiten Ebenen schickte und sich an den eisigen...
  11. Gustavs Geliebte

    Ab und an, oft in der Nacht, kam die Melancholie wie eine Geliebte zu ihm. Öffnete die Tür, zog sich die Pantoffeln aus und stieg zu Gustav ins Bett. Strich ihm so über die Stirn, dass er an seine Mutter denken musste und wie die ihn zu Bett gebracht hatte. Eine Matrone mit weichen Milchaugen...
  12. Der Held

    „Hey Tom, kannst du mir etwas Geld leihen?“ Thomas schaute gerade in seinen fast leeren Geldbeutel, als Jans Stimme seine Ohren erreichte. Er sah auf, sah nochmals in seinen Geldbeutel, dann wieder zu Jan. „Ja klar, kein Thema. Wie viel brauchst du denn?“ - „Eins fünfzig.“ - „Hier.“ – „Danke...
  13. Einzelschicksal?

    Langsam schlug ich die Augen auf und fing an mich zu orientieren. Ich war vermutlich zuhause und lag nicht in der Gosse, denn meine Komastätte war weich. Nun was auch immer jemand, der regelmäßig Nächte und manchmal auch Tage auf Bürgersteigen oder auf versifften Hinterhöfen verbringt unter...
  14. Unter dem Meeresspiegel

    Ich habe es geschafft. Ich konnte ein U-Boot konzipieren, das selbst Piccards Trieste in den Schatten stellt. Meine Helena hält einen Druck von über 1,5 Tonnen pro Quadratzentimeter aus, es ist mir gelungen mit ihr tiefer zu tauchen, als jemals ein Mensch zuvor. Man sagte mir, der tiefste Punkt...
  15. Bernard

    Die Nacht lag nass und schwarz auf der Stadt. Neonlicht schwamm in den Pfützen, wie ertrunken. Bernard rannte, und der dunkle Mann war hinter ihm her. Keuchend blieb Bernard an einer belebten Straßenecke stehen und blickte sich hektisch und verzweifelt um. Rote Sterne funkelten vor seinen Augen...
  16. Vergessen

    Am Leben fasziniert mich, dass es immer wieder in der Lage ist, mich zu demütigen. Ich meine, gibt es etwas Deprimierenderes, als an einem Freitag Nachmittag in einem sterilen, menschenleeren Wartezimmer zu sitzen, und umgeben von lauter Arzthelferschönheiten zu sein? Dir charmant zulächelnd...
  17. Kannst du’s nicht, werd Toilettenmann!

    I Macht bedeutet im Angesicht des Todes nichts. Erinnerungen bedeuten nichts. Nichts bedeutet etwas. Und trotzdem – vielmehr: deshalb – erzähle ich aus meinem Leben. Ich bereue nichts. Ich schäme mich nicht. Das ist keine Beichte. Du sollst mich nicht missverstehen, so lautet mein erstes Gebot...
  18. Der Angler

    Es war ein sonniger Tag, als Thomas in seinem kleinen Ruderboot sitzend die Angelrute auswarf. Mit einem dumpfen Plätschern fiel der Köder ins Wasser, kleine Wellen zogen sich kreisförmig um die Aufschlagstelle. Thomas lehnte sich zurück und schloss die Augen. Er lauschte dem ruhigen Wind, der...
  19. Monster

    Jedes Mal, wenn ich am frühen Nachmittag nach Hause kam und meine Mutter mich fröhlich fragte, wie denn die Schule gewesen sei, musste ich sie anlügen. Fröhlich erzählte ich ihr von meinen neuen Freunden, davon, wie lustig es in der Klasse sei und was wir im Unterricht durchgenommen hatten. Ich...
  20. Kadaverzeit

    Als er wieder zu sich kommt und die Augen öffnet, erblickt er über sich die Unterseite einer Tischplatte, doch es dauert eine Weile, bevor er einen klaren Gedanken fassen kann und feststellt, dass er nackt bis auf die Unterhose auf dem kalten Linoleum des Küchenbodens liegt. Er kriecht unter dem...
  21. Familientreffen

    Leicht zitternd – ob vor Wut oder Kälte – trete ich in das Schneetreiben. Der Schnee auf Straße und Gehsteig glitzert im Laternenlicht, wie gemahlenes Glas. Das dunkle Dorf erinnert mich an das Innere einer Schneekugel. Die kleinen Häuser drängen sich eng zusammen, so als würden sie ein...

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