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sonstige

Genre: sonstige

  1. Sommertag

    Er stand in der Sonne und fühlte ihre sanfte Wärme, ein angenehmer Wind zerzauste sein Haar. Er blickte die Anhöhe hinab. Die Straße verlor sich in den Hügeln und kleinen Wäldern, tauchte wieder auf, um einen Fluß zu kreuzen, der kurz danach in einen blau glitzernden See mündete und verlor sich...
  2. Wintergedanken

    Wintertraum - Ein Gedankengang Sie schmeckte den Schnee noch bevor sie ganz zur Tür raus war. Eine Welt ganz in weiß - und klirrend kalt. Langsam setzte sie einen Fuß vor den anderen, ganz so als müsse sie sich erst wieder daran gewöhnen. Doch mit der Zeit gewann sie an Sicherheit und ging in...
  3. Leben Oder Sterben?

    Leben oder Sterben? Es war totenstill um sie herum. Ab und an zirpten Grillen am nahen Wald vor ihr, aber sonst war kein Laut zu vernehmen. Es schien so, als würde alles ihre Entscheidung abwarten. Diese schwerwiegende Entscheidung, die ihr niemand anderes abnehmen konnte. Sie sah auf die...
  4. Russisch Roulette

    Simon hält die Pistole in der Hand. Vor ihm eine Kamera, die läuft, hinter ihm seine Freunde. Er beginnt zu schwitzen, nervös zu werden. Wilde Gedanken schiessen ihm durch den Kopf. Was, wenn etwas schief geht? Dann wäre alles, was er riskiert hat, kaputt – sein Leben eingeschlossen. Simon hebt...
  5. Vaters Handschuhe

    Seine Handschuhe sind eine schmerzhafte Erinnerung, die er immer bei sich trägt. Eine Erinnerung an seinen Vater. Sie weisen ihn immer wieder auf die schreckliche Wirklichkeit hin, aber trotzdem sind sie ein Teil von ihm geworden. Freitagnachmittag, 27. Januar, die Schule war endlich wieder...
  6. Ben

    Ben An seinem Zustand hatte sich schon lange nichts verändert. Er lag in seinem Bett und lauschte den monotonen Geräuschen der Maschinen. Ein Brei aus Piepstönen, Brummen und Rasseln, der ihm sagte, dass er noch immer lebte. Zumindest technisch gesehen. Zweimal am Tag kam eine Schwester und hin...
  7. Momentaufnahme in Zeitlupe

    Momentaufnahme in Zeitlupe Mit einem Fahrrad, Drahtesel, Studentengurke flitzte ich an der Lahn entlang. Die Sonne knallt auf den Asphalt. Der unebene Weg führt mich unter den Schatten der Bäume durch. Grelles Blitzen der Sonne durch die Wipfel, Licht. Immer heller in den Lichtungen. Rauschen...
  8. Ein paar Monate in der Hölle…

    „…wir sind die bedeutendste Nation der Erde. Wir sind weit gefahren um unsere Pflicht als bedeutendste Nation der Erde zu erfüllen. Wir haben die Pflicht unsere geliebte Freiheit zu verteidigen und sie den Unterdrückten zu schenken. Deswegen und nur deswegen sind wir hierher, um die halbe Welt...
  9. Gott im Waschsalon

    Die Freiheit liegt darin, dass man sie denken kann. Den gemeinen Strandfloh trifft man nicht selten verhältnismäßig weit am Lande im feuchten Sand an, wo er sich unter Algen befindet, mit denen er angespült wurde. Das Wiederfinden seines schmalen, am Strande gelegenen Lebensraumes bedeutet für...
  10. Billige Nußcreme

    Nicht die Fliege, etwas anderes hat mich geweckt, doch das surrende Insekt stiehlt mir jede Hoffnung wieder in den Schlaf zu finden. Dabei ist der Schlaf das einzige auf das ich mich wirklich verlassen kann. An guten Tagen bring ich es auf tiefe und traumlose 12 bis 13 Stunden, dösen nicht mit...
  11. Ich, der Alkohol und ich

    Ein "Frühwerk"... Ich glaube es war ein Mittwoch, als ich versuchte die Welt auszusperren. Damals war mir nicht klar was ich tat und selbst heute kann ich nur erahnen, was ich damit überhaupt bezwecken wollte. Ich kann mich noch verschwommen daran erinnern, dass ich durch die Straßen meiner...
  12. Sonntagsspaziergang

    Mit leichten Schritten ging ich über die belebte Straße. Links und rechts von mir drängten sich Leute, ebenso wie ich Bewohner dieser Stadt, an mir vorbei. Von Zeit zu Zeit streifte mich ein Mantel, eine Tasche, eine Hand, wie es so oft vorkommt auf der großen Einkaufsmeile. Eine junge Mutter...
  13. Verschwommene Erinnerungen

    Das mit den Kopfschmerzen begann gegen Ende des 1. Semesters. Aus dem Nichts heraus. Plötzlich waren sie einfach da. Seitdem kommen sie immer und immer wieder. Dieselbe Stelle. Jedes Mal. Immer an der rechten Schläfe. „Sie leiden unter Cluster-Kopfschmerzen“, sagte mein Arzt nach der...
  14. Eine Dame mit Hut

    Eine Dame mit weißem Hut stieg aus dem Zug. Das tiefblaue Kostüm der Dame, war bis oben hin zugeknöpft. Ein Mann half ihr mit dem Gepäck. Sie bedankte sich, lachte dabei. Dann wendete sie sich einen anderen Mann zu und küsste ihn auf die Wange. Mary-Ann umklammerte fest den eigenen Hut und war...
  15. Sieben ist nicht viel

    Sieben ist nicht viel Mal wieder lieg ich auf der Couch und lass die Beine hängen. Was für ein Tag. Angefangen hat es damit, dass man mich aufgeweckt hat und jetzt ist mir auch noch langweilig. Nur, weil die ihre Wäsche waschen müssen. So ganz verstanden hab ich das noch nie, warum – was war...
  16. Berlin, Alexanderplatz

    „ ‚Das Land, von dem diese Geschichte erzählt, gibt es nicht.’ ‚Was?!’ Ich sah verwirrt von meiner Lektüre auf und bemerkte, dass mir ein Mann gegenübersaß, der mich über meine Kaffeetasse hinweg ansah und auf mein Buch deutete. Ich hatte weder die Tür des Cafés quietschen gehört noch bemerkt...
  17. Allein mit Papa

    Allein mit Papa Nervös nestelte Leonie an ihrer Federmappe, sie konnte gar nicht ihrem sonst so geliebten Deutschunterricht folgen. Heute war wieder der Abend, an dem sie mit Papa allein sein würde. Mutti traf sich donnerstags immer mit ihren Freundinnen. Unbehaglich war ihr bei dem Gedanken...
  18. Abrechnung

    Kein Licht am Ende des Tunnels. Kein Engelschor, begleitet von himmlischen Fanfaren. Nicht einmal ein Film, in dem er sein ganzes Leben wie im Zeitraffer noch einmal erlebte. Der Tod, so stellte Armin fest, fühlte sich an als würde man in nasse Laken gehüllt, in ein finsteres, kaltes Loch...
  19. Joe

    Das Meer. Er hörte Wellen schlagen. Die salzige, frische Luft strich durch sein Haar. Möwen kreisten kreischend. Wie Geier, dachte er bitter. Der Himmel hatte eine blutrote Färbung angenommen und nur ein paar schwere Wolken klebten an ihm - wie Wundschorf. Er mochte solche Sinnbilder, auch wenn...
  20. Am Ende

    „Wenn du nicht mehr kannst, dann ruf mich und ich werde da sein und diesen Kampf für dich beenden!“ Erinnerst du dich? Das Versprechen, das du mir gegeben hast, als wir noch klein, im zarten Alter von 4, 5 Jahren waren. Damals wusste ich noch nicht, wie viel mir dieser Satz einmal bedeuten...
  21. Die Mandarinen Frau

    Die Mandarinen Frau Eine schöne Kindheit habe sie nicht gehabt, erzählte sie mir immer. Damals im Krieg war es schwer und mühselig und erst recht die Zeit danach. Ihren Vater sah sie zuletzt jeden Tag, so, wie sie ihn auch früher nur sehen konnte, auf einem vergilbten Foto, an dessen Ecken das...

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