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sonstige

Genre: sonstige

  1. Sionnach

    Wenn ihr das Zu Hause verlässt, dann geht nie dorthin, wo der Boden nass und die Luft alt ist. Denn dort lauern gefährliche Geschöpfe, die euch töten würden. Sie haben Gefährten, deren Atem stinkt und ihr Gebrüll so stark ist wie das eines Löwen. Ihre Augen blenden im Dunkeln gefährlich. Diese...
  2. 626

    Ganz schön kalt! Das war der erste seiner Gedanken als sich sein Atem dampfend zu kleinen glitzernden Eiskristallen verwandelte. Es waren ungefähr 10 Meter bis zum Auto aber sämtliche Gesichtshaare waren schon längst gefroren noch bevor er sich auf den Weg machte. Nach fünf Metern schließlich...
  3. Vom Schreiben

    Wortleichen starren mich an. Sie liegen verkrümmt zwischen Satzfragmenten. Seht mich nicht so an. Ich kann euch nicht heilen, kann euch nicht ins Leben holen. Könnte ich es, wäre ich ein Schriftsteller. Lasst mich in Ruhe, hört ihr? Lasst mich in Ruhe! Ich kann euch nicht geben, was ihr wollt...
  4. Tapezieren

    Ich muss Papier kleben Meine Arme sind nur 75 cm lang. Aber nein, ich muss ja unbedingt 3 Meter lange gepresste Zellulosestreifen, die ich vorher mit einem Schleim, der den Gedanken an eine Samenspende aufkommen lässt, eingeweicht habe, und sich nun wie ein Gummituch verhält, über Kopf auf...
  5. Liberation

    Ich stehe immer noch in dem sterilen Wartebereich meines Gates. Selbiges befindet sich übrigens in irgendeinem größeren Flughafen in Skandinavien. Gleich werde ich einen verspäteten Inlandsflug in eine andere – nach skandinavischen Maßstäben – große Stadt antreten. Wäre es eine deutsche Stadt...
  6. Der Pechvogel

    Seit dem Beginn seiner Pubertät wollte T mit seiner Klassenkameradin M schlafen. Sie war so hübsch, klug, schlank, blond und einfach zu haben. Sie sagte zu keinem „Nein“. Allerdings hatte T ein Problem! Er war ein Feigling. Er war schüchtern und devot. Nie im Leben hätte er seine Traumfrau...
  7. Eine Art Abschied

    Eine Art Abschied „Alex, Alex.“ Ich hatte seinen Namen schon so oft gerufen, dass es mir so vorkam als würden sich die Buchstaben auflösen und ein sinnloses Etwas bilden, und nicht mehr den Namen meines Bruders. Wie ein einsamer Schmetterling flatterte das Taschenlampenlicht über die finsteren...
  8. Konsequenz

    Sie sagten, es würde nie rauskommen, nie, NIE! Sie hatten es geschworen und doch; es war eine Lüge, die wir alle geglaubt hatten… eine Lüge, die so wirklich schien, so wirklich wie das Leben – und das ist ja nur eine Fassade… Eine nervöse Stille, ein Klicken von einem Feuerzeug war das...
  9. Gewohnheitssache

    5 Uhr 30. Gleich, 5 Uhr 32, wird er klingeln, sein olivgrüner Wecker. Herr K., der Mann im dritten Stock, wird nun aufstehen. Jetzt wird er sicher wieder auf sein rosa-rotes Klo gehen, wobei seine Schritte bis in den Keller zu hören sein werden. Genau jetzt öffnet er die Klotür um sie dann...
  10. Maria Haughberforth (Eine Dramödie)

    „Maria Haughberforth. So war ihr Name.“, ertönte die Stimme des Priesters, als dieser sein lateinisches Flüstern beendet hatte und im Nu war die gesamte Versammlung verstummt. Ich bezweifle, dass man sich noch für meinen Namen interessieren wird, wenn ich in einigen Stunden einzig ein dreckiger...
  11. Das ersparte Buch

    Das ersparte Buch >> Darf ich jetzt endlich losgehen Mutti? << Thomas war ungeduldig, und seine Wangen glühten vor Aufregung. In seiner Hand hielt er eine große blaue Tüte fest umklammert. Sie war voller Pfandflaschen, und er war im Begriff diese im örtlichen Supermarkt abzugeben. Er würde...
  12. Der Schauspieler

    Der Vorhang rauscht beiseite. Dem Publikum preisgegeben kauert ein Mann. Seine Hände halten den Kopf, als wäre sein Hals zu schwach, um ihn zu tragen. Er bewegt sich nicht. Alles starrt gebannt. Und ein jeder wartet, wartet auf das Erscheinen des Mannes, wegen dem sie alle gekommen sind. Denn...
  13. Sommertag

    Er stand in der Sonne und fühlte ihre sanfte Wärme, ein angenehmer Wind zerzauste sein Haar. Er blickte die Anhöhe hinab. Die Straße verlor sich in den Hügeln und kleinen Wäldern, tauchte wieder auf, um einen Fluß zu kreuzen, der kurz danach in einen blau glitzernden See mündete und verlor sich...
  14. Wintergedanken

    Wintertraum - Ein Gedankengang Sie schmeckte den Schnee noch bevor sie ganz zur Tür raus war. Eine Welt ganz in weiß - und klirrend kalt. Langsam setzte sie einen Fuß vor den anderen, ganz so als müsse sie sich erst wieder daran gewöhnen. Doch mit der Zeit gewann sie an Sicherheit und ging in...
  15. Leben Oder Sterben?

    Leben oder Sterben? Es war totenstill um sie herum. Ab und an zirpten Grillen am nahen Wald vor ihr, aber sonst war kein Laut zu vernehmen. Es schien so, als würde alles ihre Entscheidung abwarten. Diese schwerwiegende Entscheidung, die ihr niemand anderes abnehmen konnte. Sie sah auf die...
  16. Russisch Roulette

    Simon hält die Pistole in der Hand. Vor ihm eine Kamera, die läuft, hinter ihm seine Freunde. Er beginnt zu schwitzen, nervös zu werden. Wilde Gedanken schiessen ihm durch den Kopf. Was, wenn etwas schief geht? Dann wäre alles, was er riskiert hat, kaputt – sein Leben eingeschlossen. Simon hebt...
  17. Vaters Handschuhe

    Seine Handschuhe sind eine schmerzhafte Erinnerung, die er immer bei sich trägt. Eine Erinnerung an seinen Vater. Sie weisen ihn immer wieder auf die schreckliche Wirklichkeit hin, aber trotzdem sind sie ein Teil von ihm geworden. Freitagnachmittag, 27. Januar, die Schule war endlich wieder...
  18. Ben

    Ben An seinem Zustand hatte sich schon lange nichts verändert. Er lag in seinem Bett und lauschte den monotonen Geräuschen der Maschinen. Ein Brei aus Piepstönen, Brummen und Rasseln, der ihm sagte, dass er noch immer lebte. Zumindest technisch gesehen. Zweimal am Tag kam eine Schwester und hin...
  19. Momentaufnahme in Zeitlupe

    Momentaufnahme in Zeitlupe Mit einem Fahrrad, Drahtesel, Studentengurke flitzte ich an der Lahn entlang. Die Sonne knallt auf den Asphalt. Der unebene Weg führt mich unter den Schatten der Bäume durch. Grelles Blitzen der Sonne durch die Wipfel, Licht. Immer heller in den Lichtungen. Rauschen...
  20. Ein paar Monate in der Hölle…

    „…wir sind die bedeutendste Nation der Erde. Wir sind weit gefahren um unsere Pflicht als bedeutendste Nation der Erde zu erfüllen. Wir haben die Pflicht unsere geliebte Freiheit zu verteidigen und sie den Unterdrückten zu schenken. Deswegen und nur deswegen sind wir hierher, um die halbe Welt...
  21. Gott im Waschsalon

    Die Freiheit liegt darin, dass man sie denken kann. Den gemeinen Strandfloh trifft man nicht selten verhältnismäßig weit am Lande im feuchten Sand an, wo er sich unter Algen befindet, mit denen er angespült wurde. Das Wiederfinden seines schmalen, am Strande gelegenen Lebensraumes bedeutet für...

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