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sonstige

Genre: sonstige

  1. Der Spaziergang

    „Ich bitte sie, Danny! Ich bin nur ein halbwegs erfolgreicher Psychologe, der verzweifelt versucht sich selbst zu therapieren! Wie soll ich denn die Welt verbessern?“, sagte Abe zu seinem besten Freund, bei einem ihrer Spaziergänge. Die Angewohnheit, sich zum spazieren gehen zu treffen, war...
  2. Blutdurst

    Ich verspüre diesen Appetit. Diesen immensen Durst. Nichts kann ihn mir nehmen, außer ihm nachzugeben. Diesem Drang. Ich muss einfach Blut haben. Doch wie soll ich dran kommen? Klar, nimm ein Messer, ritz dir die Haut auf und dann trink. Ich möchte mich aber nicht schneiden. Nein, das möchte...
  3. Dunkelheit

    Dunkel. Es ist so unvorstellbar dunkel. Ich sehe überhaupt nichts. Ich sehe nicht mal meine Hand vor den Augen. Habe ich überhaupt meine Augen geöffnet? Ich weiß es nicht. Ich kann es nicht spüren. Aber mit den Händen, das wird gehen. Ich werde mit meinen Händen nach meinen Augen tasten. Wo sind...
  4. Antilope an Perlenkette

    In meiner Vorstellung hat sie Muskeln. So etwas Gebändigtes, wie eine Antilope. Ich weiß nicht, woher das kommt. Es ist schon peinlich, irgendwie obszön. Nur weil sie Beine hat, bei denen man die Wadenmuskeln sehen kann, und Konturen, wie mit einem Bleistift skizziert, und eine Perlenkette. Das...
  5. Kassandra

    Sie flohen über die Dächer. Das flackernde Licht des brennenden Irrenhauses beleuchtete ihren Weg. Kassandra lachte. „Da ist der Vogel!“, rief sie und lief dem fliegenden Schatten nach. Emil ließ sie laufen. Es war schön ihre Stimme wieder zu hören. „So haben wir unsere Sprache also...
  6. Diego

    Diego Es regnet überall; vom Himmel herab, in Gewässer hinein... Der Regen tropft von Blättern und Pflanzen, tropft in den nächsten Bach. Ja, wenn es einmal regnet, dann regnet es überall! Auch an diesem Abend hatte es geregnet, an dem Abend, als es passierte... Es war überraschend und es ist...
  7. Mein Radiergummi

    Mein Radiergummi liegt schon seit Jahren bei mir auf meinem Arbeitstisch. Es ist ein sehr hübscher Radiergummi, viel zu schade um irgendwann abgenutzt in einem Papierkorb zu landen, deshalb benutze ich ihn nie. Er hat die Form eines Gartenzwerges. Seine Mütze ist rot bemalt, die Jacke ist grün...
  8. Hilflos

    HILFLOS Es ist dunkel und sie hat furchtbare Angst, denn sie ist allein! Allein auf der Welt, niemand ist da, der sie beschützt, niemand, der sie in den Arm nimmt ,sie rausholt... Sie ist doch fast noch ein Baby und trotzdem tut er ihr immer wieder so weh .Warum nur? Es war ein warmer...
  9. Sternenblut

    Sie schaut in eine sternenklare Nacht. Erblickt einen kleinen Punkt, heller als die anderen. Ihr Stern; der nur für sie leuchtet. Ruhige Vertrautheit versucht sich Platz zu schaffen, kämpft um eine Bleibe zwischen Angst und Hass. Scharfe Stimmen rufen sie ins Haus hinein. Sehnsüchtig blickt sie...
  10. Alles so klar

    Bevor die Klarheit über mich kam, verkörperte ich das, was sich die meisten zu sein wünschen. Heute kann ich darüber nur lächeln. Oft ist es ein gequältes Lächeln, denn ich habe einen hohen Preis für diese Erkenntnis bezahlt. Und doch würde ich um nichts in der Welt tauschen wollen. Denn selbst...
  11. Wohnraum Erlangen

    Immer wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her ... Auf der Straße zu leben war für mich nie eine in Betracht zu ziehende Lösung gewesen und doch musste ich diese Eventualität eine Zeit lang als Möglichkeit in meine Liste von Optionen aufnehmen. Nach siebzehn...
  12. voilá

    Voilà für Jean-Claude Izzo natürlich spielt das Geschehen in Marseille, aber nicht an einem deiner nasskalten Winterabende oder in modrigen Hausfluren und die Bullen und die Einwanderungsbehörden haben in dieser Affäre auch und Gott sei Dank nichts zu suchen. Das Pärchen, dass durch ein...
  13. Der Feind

    „Hey, Hallo! Ich würde gerne sterben kommen!“ Das Fenster in dem Büro war geschlossen und so war die folgende Stille zwischen zwei Menschen ganz dumpf. Der Mann hinter dem Schreibtisch sah Tim Büchner entsetzt an, besann sich aber schnell wieder und versuchte gefasst zu wirken. „Na gut, dann...
  14. Alles in Butter oder ‚anstelle von’

    Alles in Butter oder ‚anstelle von’ Burkhard, dieser Junge, der sich den Hunger wegduscht, hat nur einen Gedanken: Alles muss in Butter sein, alles muss schwelgen, tropfen, alles rühren, matschen. Tische, Wälder, U-Bahn-Tunnel; – Häuser! Laken, Uhren, Treppen; die Stunden tranen in die Tage...
  15. Vision Impossible

    Es war wieder Weihnachtszeit. In der gesamten Stadt lag ein Geruch von süßlichem Zimt und Glühwein in der Luft, herzlos ausgeschenkt von findigen Saisonarbeiterinnen. An allen Stellen des Marktes gab es kleine Geschäftsbuden, deren Besitzer versuchten ihre Waren an den Mann zu bringen. Mir war...
  16. Das Richtige

    Es war draußen bereits dunkel, als Merle das Gebäude betrat. Sobald sie den Vorderraum verlassen hatte und in das Hauptgebäude kam, schlug ihr die warme, stickige Luft unangenehm entgegen, so dass sie sich wieder nach der kühlen frischen Luft des Abends sehnte. Lautes Stimmengewirr erfüllte die...
  17. Venezianische Schönheit

    Venezianische Schönheit Er liebte diese abendlichen Spaziergänge, begleitet vom Mondlicht, entlang der kleinen Kanäle, die ihn über unzählige Brücken führten. Er flanierte über die Piazza di St. Marco, die vom imposanten Dogenpalast umsäumt war und verweilte wie so oft für einen kurzen Moment...
  18. Herbstzauber

    Ich lernte sie im Herbst kennen. Die Blätter fielen von den Bäumen, in verschiedensten Farbtönen, und kehrten so einen roten Teppich für den divenhaften Winter zusammen. Sie war in Herbstfarben gekleidet, mit einem weichen Petticoat, der ihren Rock wie eine kleine Wolke aussehen ließ, die einsam...
  19. Schmerz Trilogie

    I: Abschied Und da schwand sie hin... nichts als eine Erinnerung blieb an sie, für immer ausgelöscht war der Rest. Ihr Körper war vergangen und damit all die glücklichen Augenblicke zu zweit... nichts als eine Erinnerung blieb. Ihr Geist jedoch lebte weiter in uns, nichts als eine Erinnerung die...
  20. Der Junge, der Kennedy erschoss

    Mein Vater starb, als ich sieben Jahre alt war. Die Sioux haben ihn erwischt, ein Pfeil in den Rücken. Sioux sind feige und von vorne hätten sie ihn nie gekriegt. Er war schnell. Meine Mutter sagte zu mir, er sei jetzt an einem besseren Ort und dass ich auf meinem Fahrrad nur noch vor dem Haus...
  21. Horror vacui

    Sie beide schlafen; eine Szene perfekter Harmonie. Ich stehe schweigend im Türrahmen und betrachte sie für fünf oder zehn Minuten – Zeit spielt keine Rolle mehr dieser Tage. Sie birgt keine Variablen, sondern ist monotone Konstante; was zählen noch Uhrzeiten. Einzig die Helligkeit wechselt, und...

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