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sonstige

Genre: sonstige

  1. Ein Freund

    Das Getrommel auf dem Lenkrad pochte hinter Eriks Schläfen und der Schmerz zog hoch zur Stirn. Ein Schlag in Johns Nacken wäre eine Option, aber nicht ungefährlich. Johns Finger blieben auf dem Kunstleder liegen und sein Blick wechselte vom Rückspiegel zurück zur Straße. „Schräg. Gerade waren...
  2. Mensch ärgere dich nicht

    „Ihr habt Glück, dass die Sicht heute so klar ist“, sagte Lilli, als sie aus dem Wellblechcontainer trat und mich den Himalaya bewundern sah. Die Luft war frisch und roch nach Pinien, von der Straße tönte Kinderlachen zu uns herüber. Lilli stellte ein Glas dampfenden Masalachai vor mir auf den...
  3. Wie ein Hummer mir meine Angst vor draußen nahm

    Hallo zusammen, mein Name ist Brian und ich will euch Heute meine Geschichte erzählen. Ich bin Brian und war damals 25 Jahre alt, als ein Hummer mein ganzes Leben veränderte. Schon immer hatte ich Angst, nach draußen zu gehen oder das Haus zu verlassen. Die Fahrt zur Schule damals oder der Weg...
  4. Conlectus (Pfütze)

    Ich trat in eine Pfütze. Und als mein Fuß im braunen Wasser versank, spürte ich, wie kein Boden mir halt gab. Ich fiel in das gierige Loch, der schlammige Boden bot meinen Fingern keinen Halt. So glitt ich in eine dunkle Welt. Denn, mein Gott, unter meiner Welt war alles voller Wasser! Erst war...
  5. Die gefallene Heldin

    Ihre blutunterlaufenen Augen zuckten unruhig hin und her. Sie schien keine Ruhe zu finden, dennoch griff ihre zittrige Hand erneut nach dem halbleeren Weinglas, das vor ihr auf dem Tisch stand. Ein Seufzen entfuhr ihr, sobald sie das Glas wieder abstellte. Ein weiterer schmieriger Abdruck ihres...
  6. Dadak, dadak

    „Servus, Anda! Bis in drei Wochen!“, haben sie gerufen, froh, dem Dauerregen zu entkommen; Lutz übergab ihr mit großer Geste die Partylandschaft: „Weil du dich immer drückst, kannste das jetzt wiedergutmachen.“ Wäre kein Wunder, wenn er ihr einen Putzlappen in die Hand gedrückt hätte. Aber...
  7. Tod, Trauer und Treue

    Er betrat den Friedhof langsamen Schrittes, wohl wissend, dass sie da sein würde. Er blickte auf die rote Mohnblume, welche er mitgebracht hatte. Die Trauer hatte die junge Frau fest in der Hand. Trotzdem durfte er sie jetzt auf keinen Fall allein lassen. Das wäre der Untergang, für beide. Leo...
  8. Auf der ewigen Suche

    So. Da sitze ich nun. Meine Gedanken sind unheimlich laut. Das sind sie oft und ich habe mich bereits daran gewöhnt. Das Hauptthema meiner Gedanken: " Warum hast du dummer Iltis nur nachgeschaut." Ihr kennt das vermutlich alle. Da ist diese eine Person, die einmal ein Teil eures Lebens war und...
  9. Krachen lassen

    Pischta verscheucht den Hahn von den Zaunspitzen, die Farbe ist noch frisch. Bis zum großen Tag ist noch viel zu tun - da will er zeigen, was er drauf hat. ‚Ich werd’s so richtig krachen lassen’, nimmt er sich vor. Dass es teuer wird, weiß er. Das letzte Fest gab es vor elf Jahren, zu Mikschas...
  10. Bühnenstück Why

    -Why?! Stimme aus dem Hintergrund: „Wenn Du einen Wunsch frei hättest, welcher wäre es?“ Spot an: Eine junge Frau sitzt auf einem kleinen Holzstuhl. Ihr kastanienbraunes Haar trägt sie gelockt und wild toupiert. Sie trägt rote Shorts, eine blau-weiß gepunktete Bluse und silberne High-Heels...
  11. Ausweglos

    Der unerträgliche Lärm riss sie unsanft aus dem Schlaf. Erschrocken sah sie sich um. Sie kamen näher. Langsam, aber unwiderruflich. Sie hielt ihr Baby fest in den Armen. Trotz des immer lauter werdenden Lärms, schlief es tief und fest. Sie spürte den feuchten Atem des Babys an ihrem Hals...
  12. Das blaue Kornblumenfeld

    Der Wind pfeift und grollt. Er kommt vom Meer. Von dem tiefen, dunklen, blau glänzend und funkelnden Gewässer. Ritterlich reitet er über die unaufhaltsamen Wellen. Im letzten Moment fliegt er davon. Genau dann, wenn die weiss schäumende Gischt auf die scharfen und spitzen Klippen trifft und dort...
  13. Der Tag danach

    Hier saßen wir nun und warteten, während über uns dumpf die Einschläge von Bomben zu hören waren. Es war schon Abend und ich war noch in Kassels Straßen unterwegs gewesen. Eigentlich hätte ich schon längst zu Hause sein sollen, aber es war später geworden. Ich war gerade auf dem Heimweg, als...
  14. Verbfaulheit / Plusquamperfekt

    Hallo Ihr Lieben, ich bin nicht sicher, ob meine Anfrage hier richtig ist. Trotzdem möchte ich es versuchen, weil ich um Eure Kompetenz weiß. In meinen Kurzgeschichten hadere ich immer wieder mit dem Plusquamperfekt. Meine Lektorin haut mir regelmäßig ein "Verbfaulheit" um die Ohren und es...
  15. Petti Rosso

    Die toten Vögel purzeln auf den Tisch. Ein Rotkehlchen landet unmittelbar vor Mira und die kleinen, schwarzen Augen starren sie an. Wie vertrocknete Zweige stehen die Beine vom Körper ab. Paulo breitet die steifen Körper mit der Hand aus. Mira wendet sich ab, versteckt sich hinter ihren dunklen...
  16. Oasis

    Die Schwüle des Tages ließ jeden klaren Gedanken verstimmen, denn die Sonne schien zu diesem Zeitpunkt – es war gerade Mittag – mit einer solchen Inbrunst, einer solch ungehemmten Kraft und Wut, dass jeder, ganz gleich wie unempfindlich eine Person auch sein mag, unweigerlich zu Schaden kam...
  17. Replika

    Ich stand etwas abseits, unter einer kahlen Eiche, deren Äste mit Raureif überzogen waren, und zuckte zusammen, als Krähen hinter mir davonstoben. Es roch nach Schnee und nasser Erde. Blassrote Schlieren am Himmel wie Narben von Peitschenhieben. Die Grabrede des Pfarrers war nicht zu hören –...
  18. Bei Elena ist Tom geblieben

    Gleich wird mir jemand die Tür öffnen. Ich werde meine Schuhe ausziehen, ein paar Leuten „Hallo“ sagen und irgendwo in dieser Wohnung auf Tom treffen. Meinen Tom, von damals. Weiß er, dass ich Friedje neulich zufällig traf und er mich zu seiner Party eingeladen hat? „Tom wird übrigens auch da...
  19. Erwartungen

    Wie jeden Morgen saß Josef schlecht gelaunt in dem kleinen Strandcafé mit dem Palmblattdach. Seit sechs Wochen war er jetzt in Goa, und nichts war zu seiner Zufriedenheit gelaufen. Die Nachbarn zu laut, das Wasser zu dreckig, er hatte keine Ahnung, warum er nach all den Jahren wieder...
  20. Sein letztes Gefecht

    Die Schüsse, die über mir einschlugen, waren viel zu nah, viel zu nah. Ich wäre jetzt gerne bei meiner Tochter gewesen und hätte ihr dabei zugesehen, wie sie langsam größer wurde. Nichts anderes, nichts anders. Nichts anderes. Ich war kein Held. Ich war nichts von dem, was hier nötig war. Weil...
  21. Der breite Unbekannte

    „Der RB 1049 nach Ulm Hbf über Mering mit dem Zugteil nach Treuchtlingen verzögert sich wegen Behinderungen im Dienstablauf voraussichtlich um 10 Minuten. Wir bitten dies zu entschuldigen“ Allein für diese Unverschämtheit hätte ich dem doch sehr arrogant und eingebildet klingenden Bahn Fuzzi am...

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