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sonstige

Genre: sonstige

  1. Micky

    Plumps. Plötzlich war es wieder hell um Micky herum. Und nichts als Weite. So weit er auch schaute nirgends war ein Ende zu sehen. Er hörte noch wie sich schwere Schritte entfernten, dann schlug eine Autotüre und ein Motor heulte auf. Dann was es still. Nur den kalten Wind konnte Micky spüren...
  2. Tränen auf dem Lieblingskleid

    Die Buchstaben auf dem Bildschirm verschwimmen vor meinen Augen. Ich sehe für einen kurzen Augenblick nur schwarze Punkte. Dann blinzle ich - mir läuft eine Träne übers Gesicht. Schnell schlage ich den Laptop zu, streiche mir die Träne von der Wange und die Haare aus dem Gesicht. Ich laufe zum...
  3. Der alte Mann und die Erinnerung

    Er saß auf der Veranda des Altenheims, seine altersfleckigen Hände krampften sich um ein Mobiltelefon, das aus einem Display und vier überdimensionierten Kurzwahltasten bestand. Nur neben der obersten Kurzwahltaste stand ein Name auf einem kleinen Zettel, der unübersehbar aufgeklebt worden war...
  4. Copywrite Ein Geruch nach Mandeln

    Auf dem Marktplatz verbrannten sie den Winter. Funken stoben in den Himmel, die mannshohe Strohpuppe wand sich in den Flammen. Eine Frau rempelte mich an und johlte: „Da brennt er. Endlich! Der Winter muss brennen.“ Ich blickte in ihr gerötetes Gesicht und sagte: „Ich steh nicht auf...
  5. Heiße Begegnung

    Der Wind rauschte leise durch die Blätter, erzeugte ein sanftes Rascheln, so sanft wie eine kühle Meeresbrise. Marie bewegte sich behutsam über den Kiesweg, öffnete das kleine Tor. Das muss dringend geölt werden, dachte sie. Sie ließ ihren Blick über die Steine wandern, während sie gemächlich...
  6. Copywrite Am Achensee

    Mein Thema heißt Reue. Darin ballt sich das Dilemma schön. Ich weiß, der Begriff hat eine gewisse Breite, aber ich denke, das Thema könnte die Leute interessieren. Man sieht es aus der Perspektive der Betroffenen. Immerhin leiden Menschen wie Sebb darunter. Ganz egal wie oft man ihnen erklärt...
  7. Wald

    WALD Ich saß an meinem Schreibtisch und machte irgendeneine sinnlose Tätigkeit, für die mich mein Chef bezahlte. Ich ließ den Blick aus dem Fenster schweifen, über die Wiese und den Wald dahinter. Dieser beschissene Wald, so friedlich und natürlich wie er da hinten lag. Und ich war hier...
  8. Whiskey - Eine Katzengeschichte

    Mein Name ist Whiskey und ich bin eine dreifarbige Hauskatze, schwarz, weiß und orange. Die Menschen sagen ja, dreifarbige Katzen seien Glückskatzen. Mit aller Bescheidenheit behaupte ich, dass ich eine der schönsten Hauskatzen der Welt bin. Mein Revier ist die Wohnung von meinem Dosenöffner...
  9. Müllbeseitigung

    Isabellas Gesicht war von Angst gezeichnet, als die Faust des Jungen in das Gesicht des älteren Mannes wie ein Hammer einschlug. Sichtlich angeschlagen rang der ältere Mann, Thomas nach Luft. Warum macht man so etwas? Was passiert als Nächstes? Was soll ich bloß tun? In Anbetracht der Situation...
  10. Buntes Schwarz

    Buntes Schwarz Es war einmal vor langer, langer, seeehr langer Zeit. Da gab es noch keine Farben und das nannte man... Hm! Wie könnte man es nennen? Man könnte es vielleicht nichts nennen oder unendliches Schwarz. Man könnte es aber auch einfach nur Unendlichkeit nennen. Sagen wir einfach...
  11. Familien-Chronik mit Karussell

    Ein dünner Wasserstrahl trifft auf Wims Adamsapfel und durchnässt Weste und Hemd. „Deifel noch eens!“ Wütend schmeißt er sein Werkzeug in die Kiste. In die hat er schon paar Mal seine Utensilien reingepfeffert – und am nächsten Tag wieder rausgeholt. Und jetzt, wo sich alles in die gewünschte...
  12. Piranha statt Pasta

    Sie steht nun schon seit dem frühen Nachmittag hier und hat dabei fast vergessen, weswegen sie sich heute wieder auf den Weg gemacht hat. Beinahe täglich kommt sie, immer mit derselben Absicht. So wie die anderen Frauen auch, die alle ähnlich gekleidet am Weg zum kleinen Hafen vor den...
  13. Krankenhaus

    Da war ein Haus in mir drin. Es versprach mir Heilung. Ich lebte darin. Es hatte nur ein paar Zimmer. Am Anfang ging ich in alle hinein, sah mir alles an, sah Staub Schicht um Schicht alles unter sich bedecken, sah den tropfenden Wasserhahn, sah den Schmutz im Wasser, die kaputten Schränke, das...
  14. efydAOT_äfmeöc:;

    Ich werfe die Tür hinter mir zu. Der Knall hallt in der leeren Wohnung wider. Ich lege meinen Rucksack ab, entnehme ihm einen Joghurt, hohle mir einen Löffel und setze mich an den Computer. Seufzen. Nachdenken. Seufzen. Nachdenken, seufzen und nachdenken. Dies ist eine Geschichte über die...
  15. Pauly und das verschwundene Geld

    „War 'ne blöde Idee, um diese Jahreszeit hier hochzukommen“, sagte ich und schloss mit klammen Fingern die Tür ab. Kurz überlegte ich, die Taschenlampe einzuschalten, aber der Mond schien hell genug, ein klarer Sternenhimmel hatte die Sicht auf die Himalaya-Wipfel abgelöst. Arjun lachte, zog den...
  16. Opferfest

    „Dass uns die Götter mit Ernte beschenken!“ Die Stimme des Opfermeisters füllte das Feld. Seine Arme gestreckt in Richtung des Himmels. Ein hölzernes Amulett baumelte um seinen Hals, schluckte das Licht der Fackel. Die Menge folgte gebannt den Flammen. Langsam senkte er sie zum Fundament des...
  17. Drei Weieren

    Drei Weieren Eher zufällig und spontan bin ich heute zu den «Drei Weieren» hoch; rastlos schlenderte ich durch die Stadt, auf der Suche nach mir, auf der Suche nach Ruhe. Ziellos fuhr ich mit dem Wagen umher, in Zeitlupe, und doch in unerklärlicher Eile. Wohin, wozu, wie lange noch? Wo...
  18. Ein Traum von Wärme

    Die Regenwolken hingen schwer und dunkel am Abendhimmel. Seit Tagen hatte es geregnet. Auch heute hatte es den ganzen Tag geschüttet, aber nun nieselte es nur. Zum Glück. Der Bahnsteig lag nass vor ihr. Das Licht der künstlichen Beleuchtung spiegelte sich auf dem nassen Asphalt. Die Feuchtigkeit...
  19. Im Zug

    Den letzten Monat habe ich, mal wieder, in Russland verbracht: Ich bin nach Moskau geflogen, habe dort den Zug genommen und bin sieben Tage später in Wladiwostok ausgestiegen. So normal, so banal. Im Zug hatte ich ein schnuckeliges 4-er-Abteil, in dem glücklicherweise eine Frau und ihre Tochter...
  20. Verlust

    Verlust Die Fliege würgte sich um seinen Hals, seine Füße mit den Schuhen von Bugatti wogen Tonnen, die Blumen in seinen Händen…schwer wie Gewichte. Seine Bewegungen waren monoton und eintönig. Ein Uhrwerk präzise, mit einem klaren Ziel, welches er aber nicht erreichen wollte. Der Wind...
  21. Die rettende Grace

    Alles schwarz. Dunkel. Kein Licht durchdringt die Bäume. Inmitten einer finsteren Nacht erwacht er in einem Wald. Er ist verstört, verängstigt und fragt sich wie er hier nur hingekommen sein könnte. Jedoch fällt ihm nicht ein was er vor dem Aufwachen in diesem Wald getan hatte. Wo war er...

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