Was ist neu
  • Macht bis zum 15.08.2020 mit bei der ersten jährlichen Sommer-Challenge für Kindergeschichten: Zielgruppe Krümel.

jugend

  1. Goo

    Leute, die Eike nicht kannten, erzählten sich in der Regel drei Dinge über ihn: Erstens, dass er gut aussah, zweitens ein Langweiler war und drittens seltsam. An das Erste glaubte Eike nicht; die Kombination aus Zweitens und Drittens schien ihm unlogisch. Niemand konnte zugleich seltsam und...
  2. Eine unerwartete Wendung

    "Ich hab keine Lust auf diese dämliche Party ok!", sagte ich genervt ins Telefon. "Doch. Du musst da mit!", sagte meine Freundin Emma mit einer Stimme, die keine Widerrede duldete. "Du kannst dich nicht immer zuhause verkriechen! Ich hole dich in 20 Minuten ab." Ich verdrehte genervt die Augen...
  3. Wenn alle Stricke reißen, heirate ich eben

    Ich stand am Strand und ließ das Meerwasser immer wieder meine Füße umspielen. Es tat gut, das Rauschen der brechenden Wellen zu hören und die Luft wahrzunehmen, die an meinen Kleidern zerrte. Mein Freund Lukas stand direkt hinter mir und hatte die Arme um meine Taille geschlungen. Ich drehte...
  4. Elsas neue Welt

    Elsa war mit ihren Mitschülern im Klassenzimmer und wartete auf ihre Kunstlehrerin. In Erwartung auf eine entspannte Kunststunde, so kurz vor den Weihnachtsferien, war die Stimmung locker und gelöst. Als es zur Stunde klingelte, rauschte ihre Kunstlehrerin ins Klassenzimmer, wie immer...
  5. Was wirklich zählt

    Es war einmal eine junge Frau. Sie hieß Mia und hatte lange braune Haare. Sie hütete ein großes Geheimnis. Damit niemand jemals herausfand, was es war, verboten Mias Eltern ihr jeglichen Kontakt mit Menschen. Allerdings war Mia mittlerweile 18 Jahre alt und beschloss, diese Regel nun zu...
  6. Adam und Eva in der Schule

    Carmen wachte eines morgens auf und konnte sich an ihren Traum von letzter Nacht erinnern. Sie war gerade kurz vor dem Abitur und wusste noch nicht recht, was sie danach studieren oder tun wollte. Das zermürbte sie ein wenig aber sie freute sich über den Traum, den sie hatte und erzählte ihn in...
  7. Staub

    Ich höre die schrillen, klagenden Rufe der Steppenkiebitze, das Knacken von Ästen im Unterholz, spüre Papas warme Hand, die mich festhält, mich mit nach vorne zieht, zur Seite, an einem Busch vorbei, wieder geradeaus. Fort. Neben uns strauchelt Mama. Fatima in der Bauchtrage. Fatima schläft. Vor...
  8. Smiley

    Kann sein, ich habe in den Augen meines Vaters gerade etwas Stolz aufflackern sehen. Dabei werde ich erst mal nur immatrikuliert, und natürlich überwiegt der vorauseilende Spott in seinem Blick: Das wird doch sowieso nichts!, aber Mum freut sich, und auch mein Bruder meint es ehrlich, glaube...
  9. Sog

    Meinen Schnapsvorrat hat Papá nicht gefunden, sein Geld hingegen habe ich entdeckt. Der Umschlag ist ausgebeult, viel zu groß für das, was noch drin steckt. Papá muss viele Tausender ausgegeben haben. Die ganze Nacht habe ich wachgelegen, überlegt. Ich könnte einfach mit den Scheinen abhauen...
  10. Der Tod im Schlaf

    “Mach’s gut Dad“, sage ich, der Atem liegt schwer in der Brust. Der Rücken verspannt von der langen Fahrt oder von der Trauer, dem schlaflosen Träumen – ich kann es nicht sagen. Ich reibe die Fäuste in die Augen, flammenloser Brand wütet in ihnen. Regen trommelt an die Scheiben, die bodentiefen...
  11. Bockwurst und Mohnkuchen

    »Eber hat ‘ne Überraschung«, verkündete Hauke. »Kriegst du nächste Woche.« Zwei Jahre war Hauke schon hier. Ich mochte die Arbeit mit ihm. Wir hatten so unseren Rhythmus. »Was willst du später mal machen?«, fragte er. »Weiß nicht. Architekt.« Hauke hob die Brauen und nickte. »Gieß mal...
  12. Copywrite Dschinn Tonic

    Wenn ich Mama als Kind gefragt habe, warum Papa sich verändert hat, meinte sie, er habe die Bekanntschaft mit ein paar seltsamen Wesen gemacht. Flaschengeistern. Das erklärte zumindest all die leeren Flaschen, die ich in unserer Wohnung fand. Nachts schlich ich aus meinem Bett, horchte am...
  13. Wie mich mein Vater vor einer noch größeren Dummheit bewahrte

    Als ich allein in der Küche war, fischte ich die Tube aus dem Abfalleimer. Ich verstaute sie in der Hosentasche und verzog mich in mein Zimmer. Mehrere Wochen hatte ich warten müssen, bis ich endlich mein neuestes Stück ergattern konnte. Den Text auf dem Aufkleber der winzig kleinen Tube, der...
  14. Gut genug?

    Mein Alltag war eigentlich von Selbstzweifel geformt. Ich war nie wirklich da, immer in Gedanken an die Vergangenheit oder an die Zukunft. Ständig fiel mir etwas ein, was ich anders und vor allem besser hätte machen können. Die meist gestellte Frage in meinem Kopf war: „Bin ich gut genug?"...
  15. Akku leer

    Ich lege auf. Das Telefon fällt mir aus der Hand. Mein Blick fixiert die Noppen auf der Tapete. Im Hals ein Knoten. Der Wind rüttelt an den Rollläden. “Was mache ich jetzt”, sage ich vor mich hin. Der Fernseher im Wohnzimmer schallt durch die Wand. Mein Vater lacht. In der Küche klimpert...
  16. Die Reise

    Phillips Status Alles gepackt. Frage mich, wie das alles mit soll. Die Stadt schläft. Doch bei mir Aufregung pur. Morgen geht´s los. Na toll. Strömender Regen. Motivation gleich null. Warten noch etwas, doch der Regen hört nicht auf. Also was soll´s. Rein in die Regenklamotten und los...
  17. Ham´ses angesacht?

    Ham´ses angesacht? „Mutter´n, ´s zieht sich zu! Hol ma de Wäsche rin!“. „Ja, ham´se aber auch anjesacht!“, plärrte es aus der Laube. Danny spielte im Garten. Sein neues Opa-Langbein-Projekt verlangte zwar seine volle Aufmerksamkeit, aber eines wurmte ihn bereits länger. Schon wieder dieses „se“...
  18. Die Bubble

    Das Eis knirschte gefährlich unter ihrem Gewicht. Mit jeder anrollenden Welle wurde die Scholle kleiner. Der eisige Wind, das tiefe Wasser, all das hätte sie ängstigen müssen, aber das war es nicht, was sie schmerzte. Es war die Hoffnungslosigkeit, die sich in einem tiefen, grollenden Brüllen...
  19. Is schon was Feines…

    Den klapprigen Dulli hab ich oft bemerkt. Seit Beginn der Zehnten, immer mittwochs. Jedes Mal stieg er an der Haltestelle Hauptbahnhof in die Eins. Sprich, er wohnt in Nord oder mindestens in Neustadt. Weit weg von Cracau. Trägt blaue New Balance, aber irgend ne Billighose vom KIK. Die Ärmchen...
  20. Lia und Eleni - Freiheit im Wind

    »Fertig!« Eleni pfefferte den Stift ins Etui, sprang vom Schreibtischstuhl auf und schwang sich aufs Rad. Sie sauste vorbei an frisch gemähtem Rasen und gezupften Hortensien. Als sie den ersehnten Feldweg erreichte, legte sich ein breites Grinsen auf ihr Gesicht. Ihre Haut begann zu kribbeln...
Anfang Bottom