Was ist neu
  • Macht bis zum 15.08.2020 mit bei der ersten jährlichen Sommer-Challenge für Kindergeschichten: Zielgruppe Krümel.

humor

  1. Tote Fische

    Ich achte auf meine Atmung, nur auf die Atmung. Einatmen, ausatmen. Das Geschrei von Mama ignoriere ich. Mein erster Tag auf Arbeit lief nicht gut. Deshalb sitze ich mittags schon wieder zu Hause auf dem Sofa und sehe fern. Neben Mama, die tobt. Dass diese Angelegenheit mit dem Abfall...
  2. Der Ausschnitt

    Der Ausschnitt Tiefer Ausschnitt; draußen der Regen; Käthe, ohne Jacke. Botho sah den Horror vor sich. Wie sie seine schöne neue Jacke trägt, sich an ihn drückt. Es ist ja so schrecklich kalt, frierst du nicht? Doch schon. Und Botho hörte ihre dumpfe Stimme, die zuvor noch lieblich schien. Er...
  3. Ratten und Gold

    Einst rannte ein Mann dem Zug nach Sibirien hinterher. Er legte ein beachtliches Tempo an den Tag, trotz seiner Beleibtheit, seiner schweren, schäbigen, gar rissigen Kleidung, ja trotz des Köfferchens, das er trug. Er lief so geschwind über die morschen Gleisschwellen, dass das olympische...
  4. Ein Tag am Strand

    Ich konnte mir nichts, aber auch gar nichts vorstellen, auf das ich gerade weniger Bock hatte, als mit Frau und Kindern eine beschissene Sandburg zu bauen. Die Siebenjährige war ähnlich motiviert wie ich und der Dreijährige schien keinen Grund zu kennen, seine Mutter nicht mit Sand zu bewerfen...
  5. Das Projekt Wahrheit

    Alle Seelen suchen sich einen Platz. Eine hochaufgeschossene Seele lehnt mit dem Rücken an einen Apfelbaum und verteilt an jeden die Früchte der Erkenntnis. Von einem Ast lässt sich eine Schlange zum Kopf der Seele herunter. » Du weißt schon, dass du nicht vom Baum der Erkenntnis essen sollst? «...
  6. Mein Tag mit Rently Car Sharing

    Ich wollte es wagen. Kostenorientiert im Sinne der Firma und auch mit ein wenig Neugier habe ich mich dazu entschieden, mal das Angebot von Rently Car Sharing zu testen und die letzten Kilometer vom Bahnhof zu meinem Kundentermin mit einem Mietwagen zurückzulegen. Und zwar einem elektrischen...
  7. Elsas neue Welt

    Elsa war mit ihren Mitschülern im Klassenzimmer und wartete auf ihre Kunstlehrerin. In Erwartung auf eine entspannte Kunststunde, so kurz vor den Weihnachtsferien, war die Stimmung locker und gelöst. Als es zur Stunde klingelte, rauschte ihre Kunstlehrerin ins Klassenzimmer, wie immer...
  8. Eier am Morgen

    Ich wache morgens auf und bin breit. Immer noch. Stöhnend lege ich den Arm über die Augen. Die klebrig warme Haut drückt auf meine Lider. Aus der Achsel kriecht mir der Geruch von Schweiß und Deo in die Nase. Duschen wäre wahrscheinlich nicht schlecht. Oder essen. Rührei. Dafür müsste ich...
  9. James und die Liebe

    James Pooper spazierte mit einem Zuckerapfel in der Hand über den Jahrmarkt. Er liebte diese gesellschaftlichen Ereignisse, obwohl er ansonsten eher zurückgezogen lebte und etwas scheu war. Er schlenderte an diversen Ständen und Attraktionen vorbei und gelangte nach einiger Zeit an den Rand des...
  10. nothing for weak nerves

    Es geschah kurz nach Mitternacht. Roy erwachte in seinem Bett und merkte, dass seine Blase entleert werden musste. Nichtsahnend richtete er sich auf und ging verschlafen zur Toilette. Angekommen in seinen sanitären Anlagen, die sehr grosszügig ausgestattet waren, merkte Roy, dass etwas nicht...
  11. Breit

    Ich wach morgens auf und bin breit. So dicht, dass ich denke, der Hals kann meinen Kopfklumpen unmöglich tragen, ohne abzuknicken. Jeden Morgen habe ich einen kompletten Filmriss. Ein totales Nichts zwischen den Ohren und bestialischen Schmacht. Erst wenn ich zwei, drei Kurze getrunken habe...
  12. Bier und Harn

    Auf einer neulich verweiterten Zeranda sitzt zermürblich das alte Quentnerpaar auf ihrem gemeinsamen Schierlingsplatz, der Bolliwutz-Wippe. Der Fremdseher läuft. Ein Progrom auf den Dritten. „Der linke Bellmatiner hat mindestens einen Plock zu wenig!“, fleucht Harnes mit zitterndem Stamm...
  13. Orangerote Rüben

    „Einen Kaffee“, sagte der alte Mann mit dem Sack voll Rüben über der Schulter. Es war eigentlich kein Sack, sondern viel eher eine relativ dünne, durchsichtige Plastiktüte mit rotem Schnürrband. Doch der Alte trug die Tüte vom Biomarkt stolz über der Schulter wie ein Seemann der seinen Seesack...
  14. Eskapismus Endgame

    »Gestern spät geworden, hm?« Fuck. Das Gehirn denkt wieder zu laut und lässt mich nicht weiterschlafen. Dazu die schale Erinnerung an einen Traum, den selbst Freud als beunruhigend seltsam bezeichnet hätte. Nie mehr Stranger Things vorm Einschlafen. Warum wacht man jedes Mal auf, bevor der...
  15. Der ganz normale Wahnsinn

    Alle Uhren dieser Welt bleiben stehen! Computer stürzen ab! Stromausfälle auf der ganzen Welt! Das Internet bricht zusammen! Es schlägt die Stunde NULL! Diese und ähnliche Schlagzeilen waren in Zeitungen auf dem gesamten Planeten zu lesen, als es auf die Jahrtausendwende zu ging. Als meine...
  16. Copywrite Dschinn Tonic

    Wenn ich Mama als Kind gefragt habe, warum Papa sich verändert hat, meinte sie, er habe die Bekanntschaft mit ein paar seltsamen Wesen gemacht. Flaschengeistern. Das erklärte zumindest all die leeren Flaschen, die ich in unserer Wohnung fand. Nachts schlich ich aus meinem Bett, horchte am...
  17. Ein echtes Hundeleben

    Nun zerr doch nicht so an mir! Ich weiß selbst, dass wir jetzt Gassi gehen. Man, was bist du wieder unentspannt! Warum hast du mich überhaupt aus dem Tierheim geholt, wenn dir meine Betreuung ein Organisationstalent abverlangt, wie einem gut gebuchten Supermodel, das gerade versehentlich...
  18. Copywrite Paul

    Es war abgesprochen, den Namen niemandem zu erzählen. Aber auch wenn sich ihre Eltern ständig verplappern, lasse ich Natalie in dem Glauben, ihren Verrat nicht zu bemerken. Natalie darf alles: Mitten im Gespräch einschlafen, die letzte Schokolade wegessen, bei der Merci-Werbung weinen, alles...
  19. Armageddon

    Es ist ein dunkler Morgen. Nicht, dass die vorherigen Tage heller waren, aber heute ist es auffällig Dunkel. Ich bin bereits losgelaufen und auf dem Weg zu meiner Mission. Diese wurde mir noch nicht mitgeteilt. Ich bin etwas aufgeregt…im positiven Sinne jedoch. Ich freue mich auf meine...
  20. Die Quetscherin - Geschichten aus dem öffentlichen Nahverkehr

    Ich fahre regelmäßig Bus. Regelmäßige Konfrontation mit dem gemeinen Alltags-Menschen. Die Abschirmungsmaßnahmen Handy und Kopfhörer sind stets aktiviert und dennoch, man kommt manchmal einfach nicht drumherum „Dinge“ mitzubekommen. Heute war wieder etwas sehr Be-denkliches dabei. Thema...
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