Was ist neu

historik

  1. Traum der Realität

    Ich rieb mir meine Augen, dachte kurzzeitig dies sei alles nur ein Traum, doch was sich mir in der Realität widerspiegelte war ein grauenhafter Anblick. Stell dir vor du wachst auf und plötzlich bist du ein Soldat aus der NS-Zeit. Du wirst gezwungen am heutigen Tage andere Menschen, die laut dem...
  2. Des Winzers bester Wein

    Zu Durlach lebte einst einer mit Ländereien mäßig begüterter Herr, der für den anstehenden Besuch eines recht angesehenen Fürsten den besten Wein aus seinen Reihen aufzutischen gedachte. Zu diesem Anlass ließ er den Verwalter seiner Besitztümer zu sich kommen und sprach zu ihm in etwa mit...
  3. Grenzschutz-Patrouille

    Kamen die Bomber der Engländer und Amerikaner in die Schweiz geflogen, war das meistens, weil sie über Deutschland beschädigt den Rückflug nach England nicht mehr schafften. Statt dass die Besatzungen im Feindesland absprangen, versuchten sie neutrales Gebiet zu erreichen. Meistens zerschellten...
  4. Heldennebel

    Nach den Weihnachtstagen des Jahres 1826 fegt Eiswind über die Landschaft, die Wege verschwinden, Wälder verwandeln sich in zuckerüberzogene Märchenskulpturen, Felder, Hügel verschmelzen zu einer Schneelandschaft, die wie ein Sternenmeer gleißt. Wilhelm von Humboldt gleitet mit dem Postschlitten...
  5. Rosa

    „Attention Monsieur, eine Schlange!“ Da ich Schlangen hasse, fuhren mir die Worte gehörig in die Glieder. Hier, wo täglich hunderte, wenn nicht tausende Touristen diesen felsigen Küstenabschnitt auf den ausgetretenen Kies- und Sandwegen mit ihren staunenden Augen entlang wanderten, hatte ich...
  6. Totentanz

    Ungläubig starrte Keutsch auf das Ohr. Sein Verstand war in den ersten Sekunden nicht in der Lage, die Situation zu erfassen und das Bild des abgetrennten Körperteils, das sich so plötzlich in seinem Schoß befand, in Einklang mit der Realität zu bringen. Er versuchte zu verstehen was sich...
  7. Echte Schokolade

    Sie sah aus dem Fenster. Es war so ungewohnt und etwas komplett anderes, so etwas hatte sie noch nie zuvor gesehen. Gehört hatte sie schon davon, aus Büchern, die ihre Mutter ihr vorlas, oder aus Geschichten, die ihr Vater ihr erzählt, wenn er nach langer Zeit auf Montage endlich wieder für...
  8. Anastasia, die verlorene Zarentochter

    Anastasia, die verlorene Zarentochter Ich höre ihr schallendes Lachen. Langsam laufe ich durch den Garten. Friedlich spielt sie mit ihrem Hund. Hinter einem Busch bleibe ich stehen und schließe die Augen. Nur ein paar Momente Frieden, ein paar Momente, bevor das unvermeidliche geschieht. Ein...
  9. Salome oder das Träumen

    "Träumst du manchmal?“, hast du mich einmal gefragt. Meine Salome mit dem langen, gelockten Haar, den kirschroten Lippen und den kleinen Fältchen um die Augen, die deinem Gesicht immer den Eindruck eines Lächelns verliehen. „Ob ich träume? Nein, ich glaube nicht sehr oft und wenn, dann...
  10. You will hold yourself to higher Standards

    Eine weitere Nacht kam er angetrunken von seinen Terminen zurück, heute war er zusätzlich außer Atem. Man konnte sehen, dass er gerannt war. Ich nahm ihm den Mantel ab, wobei ich ihn höflich begrüßte und einen Seitenblick auf seine Kleidung warf um zu überprüfen ob sie zerrissen war. Er...
  11. Tränen in Schwarz-Weiß

    "Du scheinst nicht aus der Gegend zu stammen. Du hörst Dich kein bisschen moselfränkisch an." Als er ihr das sagt, nutzt er die Gelegenheit, ihr Gesicht zu mustern und findet Gefallen an ihren Lachfältchen. Ein richtig freches Rotzgörengesichtchen, denkt er. Er hatte ihr gegenüber diesen...
  12. M.L.

    Grauenvoll.!! (Nein, der Punkt ist kein Zeichensetzungsfehler, sondern lediglich die einzige Möglichkeit, die hier empfundene entnervende Langeweile und gleichzeitig aufgesetzte Freundlichkeit schriftlich auszudrücken.) Ich bin überwältigt von dem Defekt des menschlichen Denkapparates dieses...
  13. Tagesmarsch

    „Aufgestanden faules Pack! Es geht weiter!“ Ein Fuß traf Franz Sellmayer und weckte ihn unsanft aus seinen Träumen. Erschrocken blinzelte er und erblickte durch einen Schleier den Unteroffizier Motzkow, welcher die Reihen der im Gras liegenden Soldaten abschritt und diese unsanft zurück in die...
  14. Im Wind

    Im Wind Der Schrank lässt sich nicht verschließen. Der Schlüssel dreht sich herum, zieht aber den Riegel nicht mit. Ärgerlich schlage ich gegen die Sperrholztür, die unverdrossen zurückschwingt. Durch das Fenster kann ich auf den Hafen sehen. Containerriesen, bepackt mit bunten Schachteln aus...
  15. Hazel

    1 Arthur Montgomery saß genervt auf seinem Pferd. Die zwei Löcher, die in seine Kapuze geschnitten wurden, waren viel zu klein um auch nur ansatzweise eine gute Sicht zu haben. Genauso machte der Stoff das Tragen der ganzen Robe unangenehm. So hart und rau wie er war, kratzte er an jeder...
  16. Die Mörder

    „Bitte, geht jetzt nach Hause, ihr habt schon mehr als genug getan!“, drängte die Bibliothekarin Frau Schmitz die Studenten dazu, ihren Posten vor der Bibliothekstür zu verlassen und nach Hause zu gehen. „Auf keinen Fall lassen wir sie jetzt allein hier!“, rief Theo erbost aus. „Diese Menschen...
  17. Von stillen Beobachtern und großen Helden

    Der schrille, die Nacht Dublins durchdringender Klang des schwarzen Weckers (Ein Geschenk von Pa zu seiner Konfirmation mit 14) weckte Jack um 5 Uhr morgens in der Frühe. Das Klingeln erinnerte ihn daran, dass er einen weiteren Tag in einer der „Richards und Sohn“ Fabriken, dem renommiertesten...
  18. Glück ist nicht kornblumenblau

    Wo hat er wohl das Stückchen Kreide her? Vielleicht aus der Volksschule in der Himmlerstraße? Viel ist von der Schule und der Himmlerstraße nicht mehr übrig. Blau ist die Kreide. Kornblumenblau. Das sieht auf den rußschwarzen Wänden sicher schön aus. Kornblumenblau macht die Angst in jedem...
  19. Der Raubmord

    Der Raubmord Eine Kurzgeschichte nach einer wahren Begebenheit von Axel Köhler Der neunte Tag des Wintermondes 1621 war ein nasskalter diesiger Morgen in der kleinen Stadt Gera. Die Waschfrauen, Handwerker und Händler gingen emsig ihrem Tagwerk nach. Keiner ahnte, was am heutigen Tag, für ein...
  20. Stille Nacht

    Ypern, 1914. Er war wohl der Einzige unter ihnen, der am Himmel noch nach Sternen suchte. Doch wie konnte der Junge Sterne sehen wollen, wenn es keinen Himmel mehr gab? Über ihren Köpfen lag eine schwere Decke aus Rauch und Höllenfeuer, das ihre Häupter versenkte und sie in ihre Grotten drängte...
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